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Begründung zur Kampagne

Die Stadt Leipzig ist Eigentümerin von gut 18 Prozent der insgesamt 10.000 Hektar Landwirtschaftsfläche im Stadtgebiet Leipzigs. Es bestehen mehr als 130 Landpachtverträge mit 66 Pächter*innen.

In Deutschland beläuft sich der Anteil ökologisch bewirtschafteter Agrarfläche zurzeit auf 10%. Das Ziel der Bundesregierung ist ein Anteil von 30% bis 2030. Um dieses Ziel zu erreichen, sind gerade die öffentlichen Landeigentümer in der Pflicht, den Ökolandbau auf ihren Flächen konsequent zu unterstützen. Wer Land aus öffentlichem Besitz nutzen möchte, sollte es zur Wohle der Allgemeinheit bewirtschaften. Der Ökolandbau erbringt ein hohes Maß an Gemeinwohlleistungen wie Wasser-, Arten-, und Klimaschutz.

Auch in Leipzig soll der Anteil der Öko-Landwirtschaft erhöht werden. Aus einem Beschluss der Ratsversammlung aus dem Januar 2020 entstanden bislang ein Grob- sowie ein Feinkonzept. Der BUND Leipzig will mit der Petition erreichen, dass Ökolandbau die Vorbedingung für die Anwendung des Feinkonzeptes ist. Im bislang vorliegenden Feinkonzept ist der Ökolandbau nur ein Kriterium von vielen. Das Kriterium Ökolandbau kann dann aus dem Feinkonzept gestrichen werden, welches ansonsten unverändert bleiben kann.

Die Neujustierung der Verpachtungskriterien bietet eine einmalige Gelegenheit, um den Anteil vom Ökolandbau im Stadtgebiet in den nächsten Jahren signifikant erhöhen zu können. Altverträge bestehen bis zum Pachtende weiter. Damit wird die Ökoanbaufläche schrittweise erhöht.

Die Intensivierung der Landwirtschaft trägt maßgeblich zum Rückgang der Artenvielfalt und der Bedrohung der Ökosysteme bei. Anlass zur Sorge bietet beispielsweise der gravierende Rückgang der Biodiversität bei Fluginsekten: Innerhalb von 27 Jahren nahm die Biomasse von Fluginsekten um mehr als 75% in 63 deutschen Naturschutzgebieten ab. Insbesondere der Einsatz von chemisch-synthetischen Pestiziden kann dabei durch die Wirkung auf Nicht-Ziel-Organismen zu einem erheblichen Rückgang der Biodiversität führen. Der Ökolandbau verzichtet auf die Anwendung von chemisch-synthetischen Pestiziden. Die Zertifizierung (EU-Bio-Siegel) schützt die Integrität und damit langfristig Erfolg und Qualität des Ökolandbaus. Sie gewährleistet die Einhaltung der geforderten Bewirtschaftungsmaßnahmen.

Darüber hinaus können über den Verzehr von mit Pestiziden belasteten Lebensmittel direkte negative Auswirkungen für die menschliche Gesundheit entstehen. Zeitgleich steigen Lebensmittelpreise immer weiter und nicht jede*r kann sich Bioprodukte leisten. Durch eine Vergrößerung des lokalen Angebots und eine geringere Preisdifferenz zu belasteten Produkten sollen alle Leipziger*innen die Möglichkeit haben mehr pestizidfreie Lebensmittel konsumieren zu können. Die Politik muss hier aktiv werden und für gesunde Lebensmittel für alle sorgen. Das ist eine Frage der Gerechtigkeit.

Da die ökologische Landwirtschaft aufgrund des Verzichtes auf chemisch-synthetische Pestizide, dem Einsatz abwechslungsreicher Fruchtfolgen, der Schaffung und Erhalt naturnaher Lebensräume (z.B. Hecken, Grünstreifen) und reduzierter Stickstoffdüngung dem Rückgang der Biodiversität entgegenwirkt, fordern wir mehr Ökolandbau auf den 1.800 Hektar Leipziger Ackerfläche.

Das ist ökologisch und sozial!