BUND Leipzig

BUND Leipzig unterstützt kleine Gastronomiebetriebe bei der Umsetzung des Verpackungsgesetzes

05. Mai 2022

BUND Leipzig unterstützt kleine Gastronomiebetriebe bei der Umsetzung des Verpackungsgesetzes

Leipzig, 05.05.2022. Das Projekt Suffiziente Gastronomie des BUND Leipzig leistet auch 2022 wieder einen Beitrag zur Reduzierung von Verpackungs- und Lebensmittelabfällen in der Leipziger Gastronomiebranche. Der Fokus liegt aktuell auf der Beratung kleinerer Gastronomiebetriebe im Hinblick auf die Veränderungen durch das ab 2023 gültige Verpackungsgesetz. Ab Mai sind zudem drei thematische Netzwerkveranstaltungen geplant.

„Insbesondere für kleinere Gastronomiebetriebe erscheint die Einführung neuer Maßnahmen oft aufwändig und es ergeben sich zahlreiche Fragen und Problemstellungen. Wir bieten an dieser Stelle persönliche Beratungsgespräche an, um gemeinsam mit den Gastronom*innen deren individuelle Situation zu betrachten, um dann an den richtigen Stellen anzusetzen. Hierfür beginnen wir mit einer einfachen Ist-Analyse mit Hilfe unseres Suffizienzchecks.“, erläutert Mirko Schimmelschmidt, Projektkoordinator von Suffiziente Gastronomie.     

Augenscheinlich zielt die Novelle des Verpackungsgesetzes auf größere Betriebe. Doch auch kleine Gastronomien stehen ab 2023 in der Pflicht, Verpackungsmüll zu vermeiden. Demnach müssen sie von Kund*innen mitgebrachte Mehrwegbehältnisse befüllen und dieses Angebot deutlich sichtbar machen. Hier setzt das Projekt des BUND Leipzig mit den Beratungsangeboten an wobei auch weitere Aspekte, wie beispielsweise die Verpackungsvermeidung beim Wareneinkauf sowie die Reduzierung von Lebensmittelabfällen, aufgegriffen werden. Mithilfe eines speziellen Suffizienzchecks können Gastronom*innen selbst überprüfen, ob und wo sie noch Nachholbedarf haben. Mit einem einfachen Fragebogen soll ermittelt werden, welche Strategien zur Vermeidung von Verpackungsmüll und Lebensmittelabfällen bereits verfolgt und realisiert werden. Im Anschluss berät der BUND gezielt zu noch offenen Potentialen und möglichen Maßnahmen, die die Gastronom*innen umsetzen können.

Zusätzlich zu den Beratungen finden in diesem Jahr drei Netzwerkveranstaltungen statt. Die Reihe startet Ende Mai mit dem Thema unverpackt – regional – saisonal. „Viele Verbraucher*innen kaufen bereits unverpackte Nahrungsmittel ein. Diese Option besteht jedoch auch für Gastronomiebetriebe. Das wissen allerdings die wenigsten“, erklärt Schimmelschmidt und führt fort: „Bei unserem ersten Treffen wird genau diese Möglichkeit vorgestellt. Wir wollen verschiedene Akteur*innen verpackungsfreier Läden sowie regionale Produzent*innen mit Gastronomiebetrieben zusammenbringen und über einen nachhaltigeren Wareneinkauf sprechen.“ Interessierte Gastronom*innen können sich auf der Projektwebsite in den E-Mail-Verteiler des Projektes eintragen, um keine Informationen zum Projekt zu verpassen.

 

Das Projekt wird gefördert durch das Amt für Umweltschutz der Stadt Leipzig.

Weiterführende Informationen finden Sie auf der Projektwebsite: www.bund-leipzig.de/gastronomie.

 

Hintergrund:

Ab dem 1. Januar gelten im Rahmen der Novellierung des Verpackungsgesetzes (VerpackG2) neue Regeln für die Gastronomie mit dem Ziel, Einwegverpackungen für Speisen und Getränke im Take-away-Bereich zu reduzieren. Demnach sind Caterer, Lieferdienste und Restaurants (ab 5 Mitarbeiter*innen und 80 m² Verkaufsfläche) dann verpflichtet, auch Mehrwegbehälter als Alternative zu Einwegbehältern für Essen und Getränke zum Mitnehmen und Bestellen anzubieten. Für kleinere Unternehmen wird die Pflicht bestehen, Endverbraucher*innen anzubieten, von diesen mitgebrachte Mehrwegbehältnisse zu befüllen und dieses Angebot deutlich sichtbar zu machen.

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