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BUND Leipzig

Ameisen ohne Chemie los werden

08. März 2016 |

Ameisen sind unverzichtbar für das Ökosystem. Insbesondere Ameisenpuppen sind unentbehrliche Nahrung vieler Singvögel und Spechte. Außerdem lockern Ameisen durch ihre vielen Gangsysteme Böden auf und fördern damit das Pflanzenwachstum. Als Mitbewohner stören sie jedoch. Gerade im Sommer, wenn Balkontüren und Fenster offen stehen, bahnen sie sich ihren Weg bis in die Küche. Dort machen sie sich über zucker- und eisweißhaltige Lebensmittel her. Chemische Bekämpfungsmittel töten Ameisen, doch können sie auch die Gesundheit von Kindern oder Kranken gefährden. Aber es gibt ökologische Alternativen, die zudem preiswert sind. Ameisen können durch stark riechende Kräuter oder Substanzen, die ihren Orientierungssinn beeinträchtigen, ganz ohne Chemie vertrieben werden. Im Handel erhält man Ameisenöl, das aus verschiedenen ätherischen Ölen gemischt ist. Auf die Ameisenstraßen können aber auch Zitronensaft, Essig oder Gewürze wie Majoran, Kerbel, Lavendel und Zimt als Geruchsbarrieren ausgebracht werden. Ist der Ameisenbefall übermäßig stark, können Backpulver und Hirschhornsalz, vermischt mit einem Lockstoff wie Zucker, die Insekten abtöten. In Drogerien wird Diatomeenerde angeboten. Dabei handelt es sich um fein gemahlenes fossiles Pulver aus Kieselalgen. Es wirkt tödlich, da es den Chitinpanzer der Insekten verletzt und die Tiere in kurzer Zeit austrocknen. Wenn das Pulver zum Einsatz kommt, sollte es gezielt in die Schlupfwinkel oder an den Wanderwegen der Ameisen platziert werden. Die Produktanweisung muss genau beachtet werden. Um Ameisen erst gar nicht ins Haus zu locken, sollte man Lebensmittel und Abfälle in dicht schließenden Behältern aufbewahren.

Besonders organischer Abfall sollte täglich aus der Wohnung gebracht, Futterreste aus Tiernäpfen entfernt werden. Auch einzelne Ameisen sollte man entfernen, denn sie sind oft als "Späher" unterwegs, denen die Masse nachfolgt. Topfpflanzen, die vom Garten in die Wohnung gebracht werden, sollten auf Ameisenbefall untersucht, bekannte Schlupflöcher mit Klebeband, Kitt, Silikon oder Gips verschlossen werden.

Umweltschonendes Ameisenpuder gibt's übrigens auch im BUNDladen

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