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BUND Leipzig

Der BUND Leipzig bietet Informationsveranstaltungen zur möglichen Schadstoffbelastung von Kindertagesstätten an.

„Chemikalien finden sich mittlerweile überall in unserem Alltag und lassen sich auch nicht vollständig vermeiden. Leider sind die allermeisten Substanzen nicht ausreichend auf ihre möglichen negativen Auswirkungen getestet. Gerade für Kinder können Chemikalien aus Plastik oder Farben sehr schädlich sein. Deshalb lohnt es sich, den Kontakt zu einigen Chemikalien deutlich zu verringern.“ meint Stefanie Richters, Chemie Expertin und Arbeitskreissprecherin vom BUND Leipzig.

Immer wieder zeigen Studien der Stiftung Warentest oder des Ökotests, dass Spielzeuge und Hausstäube stark belastet sind. Schadstoffe wie die als Weichmacher dienenden Phthalate, bromierte Flammschutzmittel und Bisphenol A kommen in vielen Alltagsprodukten vor: in Babyflaschen, in Spielzeug, in Teppichen und Bodenbelägen. Laut Umweltbundesamt lässt sich insbesondere das Phthalat DEHP (Dienthylhexylphthalat) im Blut und Urin von praktisch allen Kindern nachweisen. Die Belastung einiger Kinder ist dabei so hoch, dass gesundheitliche Schäden nicht mehr ausgeschlossen werden können.  

Eine Studie des BUND zeigt: Kitas sind überdurchschnittlich hoch mit hormonellen Schadstoffen belastet. Im Hausstaub aller Einrichtungen wurden Phthalate (Weichmacher) nachgewiesen – teilweise in sehr hohen Konzentrationen. Die gefundenen Weichmacher greifen in das Hormonsystem ein und stehen u.a. im Verdacht, Unfruchtbarkeit hervorzurufen. Kleinkinder sind durch diese Stoffe besonders gefährdet, da das Hormonsystem die körperliche Entwicklung steuert.

„Schon einfach umsetzbare Handlungen wie verstärktes Lüften und die bewusste Auswahl der Spielzeuge kann hier einen großen Unterschied machen.“, so Stefanie Richters. Darum organisiert der Arbeitskreis „Chemie und Umwelt“ der BUND Regionalgruppe Leipzig kostenlose Informationsveranstaltungen und bietet für 120,- Euro die Untersuchung von Staubproben aus Kitas in Leipzig und im Umland an. Hierbei kann festgestellt werden, ob und wodurch die Kita belastet ist, wo die Hauptprobleme liegen und wie die Situation verbessert werden kann. Somit können die Kinder unbeschwert und ohne Belastung spielen und lernen.

An Informationsveranstaltungen und Staubanalysen interessierte Kitas und Eltern melden sich direkt bei BUND Chemie-Expertin Stefanie Richters: stefanie.richters(at)bund-leipzig.de  

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