„Unsere Arbeit zeigt, dass konstruktiver, fachlich fundierter Umweltschutz in Leipzig wirkt. Jetzt ist die Politik am Zug“, erklärt die Co-Vorsitzende Anika Jahn.
Im Jahr 2025 organisierte der BUND Leipzig rund 65 Veranstaltungen, darunter die erste Leipziger Mehrwegkonferenz, brachte sich mit Petitionen und Fachveranstaltungen in zentrale stadtpolitische Debatten ein und veröffentlichte seinen Jahresbericht, der einen Überblick über Projekte und Erfolge gibt.
Besonders deutlich wird der Handlungsbedarf beim Thema Verpackungssteuer. „Ein umsetzungsreifer Vorschlag liegt seit Langem auf dem Tisch – passiert ist nichts. Das ist angesichts von Vermüllung, Mikroplastikbelastung und steigenden Entsorgungskosten nicht länger hinnehmbar“, so Lisa Falkowski, Vorstandsmitglied des BUND Leipzig. Eine Verpackungssteuer würde Müll vermeiden, Leipzig sauberer machen und Mehrwegsysteme stärken – genau dort, wo andere Städte längst vorangehen.
Mit Unterstützung sächsischer Fördermittel baut der BUND Leipzig sein Projekt zur Vermeidung von Verpackungsmüll 2026 unter dem Namen ‚ToGo & Together‘ weiter aus. Gleichzeitig setzt der Umweltverband das Beteiligungsprojekt Jugendklimarat fort, um jungen Menschen mehr Einfluss auf den kommunalen Klimaschutz zu geben.
Ein weiterer Schwerpunkt für 2026 ist die Klimaanpassung nach dem Schwammstadtprinzip. Angesichts zunehmender Hitzeperioden und Starkregenereignisse fordert der BUND Leipzig eine Stadtentwicklung, die Entsiegelung vorantreibt, Regenwasser besser nutzt, Stadtgrün stärkt und besonders belastete Quartiere gezielt schützt.
„Klimaanpassung ist keine freiwillige Kür, sondern kommunale Pflichtaufgabe. Wer hier spart, zahlt später doppelt – mit steigenden Schäden, Gesundheitskosten und sozialer Ungerechtigkeit“, betont Co-Vorsitzender Martin Hilbrecht. Entscheidend sei, dass Maßnahmen sozial gerecht umgesetzt werden und nicht zulasten von Mieterinnen und Mietern gehen.
Auf seiner Mitgliederversammlung im Dezember 2025 hat der BUND Leipzig mit großer Mehrheit einen neuen Leitantrag beschlossen, der die inhaltlichen Schwerpunkte für 2026 festlegt und sich ausdrücklich als konstruktiver Beitrag zur stadtpolitischen Debatte versteht.
„Leipzig steht vor schwierigen Haushaltsentscheidungen. Aber Klimaschutz und Klimaanpassung aufzuschieben, ist die teuerste Option von allen“, sind sich Hilbrecht und Jahn einig. „Wir sind bereit zum Dialog – erwarten aber, dass Worten endlich Taten folgen.“
Pressekontakte
Lisa Falkowski: lisa.falkowski(at)bund-leipzig.de
Jürgen Kasek: juergen.kasek@bund-leipzig.de
Roxana Becker:roxana.becker@bund-leipzig.de
Über den BUND:
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ist staatlich anerkannt, mit 675.000 Unterstützer*innen einer der größten Umweltschutzverbände Deutschlands und widmet sich seit über 40 Jahren der nachhaltigen Entwicklung zu einem zukunftsfähigen Deutschland im Bereich des Natur- und Umweltschutzes. Die Regionalgruppe Leipzig kümmert sich um Umwelt und Natur in Leipzig und Umgebung. Schwerpunkte unserer Arbeit bilden die umweltpolitische Lobbyarbeit, die Umsetzung eigener Projekte und Kampagnen, die Öffentlichkeitsarbeit sowie die Umweltbildung. Thematisch beschäftigen wir uns dabei beispielsweise mit Biodiversität, Klimaschutz, Fluglärm und dem Erhalt des Auwaldes. Detaillierte Informationen finden Sie unter www.bund-leipzig.de.