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BUND Leipzig

Neue Energie für ein besseres Klima

Alle reden von der "Menschheitsaufgabe" Klimaschutz. Die deutsche Bundesregierung gibt auf internationalem Parkett den Vorreiter bei der Senkung von CO2-Emissionen. Und die großen deutschen Stromkonzerne veranstalten Klimakongresse und reden viel vom Klimaschutz.

Doch reden allein reicht nicht mehr. Wenn wir das Schlimmste verhindern wollen, müssen wir jetzt handeln – und unsere Energieversorgung radikal umstellen. Wie aber soll die Energiezukunft aussehen?

Energie sparen

Die beste Kilowattstunde ist die, die gar nicht erst verbraucht wird. In jedem Haushalt verstecken sich Stromfresser und andere ungenutzte Potenziale, um das Klima zu schützen und außerdem die Haushaltskasse zu entlasten. Sehen Sie hier

Effizienz ist die Voraussetzung

Die erneuerbaren Energien und Kraft-Wärme-Kopplung können den Kohle- und Atomstrom nur vollständig ersetzen, wenn der Stromverbrauch insgesamt sinkt. Das ist kein Wunschtraum. Zahlreiche Studien zeigen, dass der Energieverbrauch bis zum Jahr 2050 halbiert werden kann.

Erneuerbare weiter ausbauen

Dank des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) produzieren Wind, Wasser, Sonne und Biomasse heute schon 25 Prozent des Stroms. In den letzten Jahren erlebte die Branche einen Boom. Alleine die Kapazitäten der Windräder sind jedes Jahr um 20 Prozent gewachsen. Bis 2020 können und müssen die erneuerbaren Energien mindestens 45 Prozent zur Stromerzeugung beitragen. Die deutschen Atomkraftwerke können dann problemlos durch erneuerbare Energien ersetzt werden. Wichtig ist für den BUND, dass der Ausbau der Erneuerbaren ökologisch verträglich erfolgt.

 

Kohlekraftwerke stoppen

Zehn neue Kohlekraftwerke werden derzeit in Deutschland errichtet, etwa eben so viele sind geplant. Allen voran wollen RWE, Vattenfall, E.ON, EnBW und die MIBRAG in Technik von gestern investieren. Sie setzen weiter auf ineffiziente Braun- und Steinkohlekraftwerke und damit auf die Auslaufmodelle der Energieerzeugung.

Ökologisch und wirtschaftlich sind Investitionen in neue Kohlekraftwerke heute eine massive Fehlentscheidung. Kanzlerin und Umweltminister wollen Deutschland international als Vorreiter beim Klimaschutz verkaufen. Dabei will diese Bundesregierung ausgerechnet Kohlemeilern eine Zukunft verschaffen und den Neubau mit Geldern aus dem Energie- und Klimafonds subventionieren. Dabei ist klar: Will Deutschland seine Klimaziele erreichen, muss die Bundesregierung den Neubau von Kohlekraftwerken schnell unmöglich machen.

Es gibt keine klimaschädlichere Art der Stromerzeugung als die Verbrennung von Kohle. Zum Vergleich: Braun- und Steinkohlekraftwerke sind mehr als doppelt so klimaschädlich wie moderne Gaskraftwerke. Die großen Dampfwolken aus den Kühltürmen der Kraftwerke machen ein anderes Problem deutlich: Mehr als die Hälfte der eingesetzten Energie geht als ungenutzte Wärme verloren. Kohlekraftwerke mit ihren hohen Investitionskosten sind auf eine sehr lange Nutzungsdauer von über vierzig Jahren ausgelegt. Wenn jetzt neue Kohlekraftwerke gebaut werden, legen sie einen hohen Sockel klimaschädlicher Emissionen für Jahrzehnte fest.

So auch in der Region Leipzig, wo die MIBRAG derzeit den Bau eines neuen Kohlekraftwerks in Profen, samt Neuaufschluss neuer Tagebaue plant. Der BUND Leipzig geht - zusammen mit lokalen und überregionalen Bündnispartnern - entschlossen gegen dieses Vorhaben vor. 

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