BUND Leipzig legt Leitantrag 2026 vor

16. Januar 2026

Klimaanpassung jetzt! Für ein lebenswertes und gerechtes Leipzig

Der BUND Leipzig macht deutlich: Leipzig ist auf die Folgen der Klimakrise nicht ausreichend vorbereitet. Bei der Mitgliederversammlung im Dezember 2025 haben rund 50 Vertreter*innen des über 5.800 Mitglieder starken Umweltverbands deshalb ein klares Zeichen gesetzt und den Leitantrag 2026 beschlossen. Die zentrale Botschaft ist eindeutig: Klimaanpassung muss jetzt passieren! Dafür fordert der BUND Leipzig eine konsequente Klimaanpassung nach dem Schwammstadtprinzip.

Extreme Hitze, Starkregen und lange Trockenperioden nehmen auch in Leipzig spürbar zu. Besonders dicht bebaute und sozial benachteiligte Stadtteile leiden sehr unter Hitzestau, schlechter Luft und fehlendem Grün. Gleichzeitig wurden in den vergangenen Jahren tausende Stadtbäume gefällt, ohne ausreichend ersetzt zu werden. Diese Entwicklungen sind ökologisch nicht vertretbar und verschärfen zudem soziale Ungleichheiten.

Der BUND Leipzig spricht sich zwar positiv über das bereits bestehende Klimaanpassungsprogramm der Stadt aus, kritisiert jedoch die bisher unzureichende und langsame Umsetzung. Klimaanpassung ist nicht nur eine ökologische, sondern auch eine soziale und gesundheitliche Frage. Nicht-Handeln wird langfristig deutlich teurer als konsequente Investitionen heute.

Martin Hilbrecht, Co-Vorsitzender des BUND Leipzig, erklärt: „Wir fordern eine sozial gerechte, naturbasierte Klimaanpassungsstrategie nach dem Schwammstadtprinzip. Konkret heißt das: mehr Entsiegelung, konsequente Regenwassernutzung, deutlich mehr Stadtgrün, wirksamer Hitzeschutz und eine klare Priorisierung besonders belasteter Quartiere.“ Hilbrecht stellt außerdem klar: „Kosten für diese Maßnahmen dürfen nicht auf Mieter*innen abgewälzt werden. Klimaschutz und Klimaanpassung müssen allen zugutekommen.

Das Ziel des BUND Leipzig ist klar: ein lebenswertes, klimaresilientes und sozial gerechtes Leipzig, in dem alle Menschen auch in Zukunft gut leben können.

Außerdem: Neuer Co-Vorsitz beim BUND Leipzig

Neben dem Leitantrag wurde auch der Vorstand neu gewählt. Der BUND Leipzig wird weiterhin von einer Doppelspitze geführt: Martin Hilbrecht bleibt Co-Vorsitzender. Neu gewählt wurde Anika Jahn, die sich seit vielen Jahren engagiert im Verein und im Vorstand einbringt. Zum stellvertretenden Vorsitzenden wurde Martin Rebmann gewählt, ebenfalls langjährig aktiv im BUND Leipzig.

Anika Jahn betont nach ihrer Wahl: „Nach vielen Jahren engagierter Mitarbeit im Verein freue ich mich sehr, nun als Co-Vorsitzende Verantwortung zu übernehmen. Gerade angesichts der Klimakrise braucht es einen starken, klar positionierten Umweltverband. Gemeinsam mit dem Vorstandsteam möchte ich die erfolgreiche Arbeit des BUND Leipzig weiterentwickeln und neue Impulse für den Umwelt- und Naturschutz einbringen.

Den vollständigen Leitantrag finden Sie hier: www.bund-leipzig.de/leitantrag

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