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BUND Leipzig

BUND Leipzig sagt mit Pilotprojekt der Corona- und der Klimakrise den Kampf an

01. April 2020

Die Verhandlungen zwischen der Stadt Leipzig und dem BUND Leipzig laufen auf Hochtouren. Es wird derzeit unter starken Vorsichtsmaßnahmen in einem voll desinfizierten Raum ein Pilotprojekt ausgearbeitet, das einen Generationenvertrag zwischen der jungen und der älteren Generation vorsieht. Solange die Ansteckungsgefahr mit dem Covid-19-Virus besteht, verpflichtet sich die junge Generation zum Schutz der Risikogruppen, die Einschränkungen aufgrund der Corona-Krise strikt einzuhalten.

Zudem möchte die BUNDjugend ein Netzwerk zur Unterstützung von allen Älteren, Bedürftigen und Betroffenen einführen, welches seine Funktion auch nach der Corona-Krise beibehalten soll.Im Gegenzug setzt die Stadt Leipzig mit einem wirklichen Klimaschutzpaket den Klimanotstand in die Tat um - unterstützt von dem Seniorenverband Sachsen, dem Sozial- und Jugendamt und der IHK Leipzig. Dieses beinhaltet u.a. den Ausbau des ÖPNV, die Einführung des 365€ Jahrestickets sowie die Verbannung aller SUVs aus der Stadt. "Wir freuen uns sehr, dass das von uns initiierte Pilotprojekt auf so viel Zustimmung traf und hoffen auf eine zügige und zufriedenstellende Ausarbeitung mit allen Beteiligten", so Martin Hilbrecht, Vorsitzender des BUND Leipzig. Der Generationenvertrag wird nach Ausarbeitung veröffentlicht und per Brief an die Bürger*innen Leipzigs geschickt. Per Briefwahl können diese dann am darauffolgenden Sonntag abstimmen. Bei mehrheitlicher Zustimmung der Leipziger Bevölkerung tritt der Generationenvertrag zum 13. April in Kraft.

"Mit dem gemeinschaftlichen Ansatz zur Lösung von Corona- und Klimakrise ist Leipzig weltweit Vorreiter für einen „Red & Green New Deal". Für Leipzig bedeutet das ein starkes Argument für die Bewerbung um die Fördergelder des Bundes zur Einführung des 365 € Tickets", so Hilbrecht weiter.

Inspiriert ist der Generationenvertrag durch ein Zitat des Klimaforschers Joachim Schellnhuber, dem Direktor vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK): "Wer achtlos das Virus weitergibt, gefährdet das Leben seiner Großeltern. Wer achtlos CO2 freisetzt, gefährdet das Leben seiner Enkel." Diese Losung soll gleichzeitig zur Lösung sowohl der Klima- als auch der Corona-Krise als den beiden großen Herausforderungen unserer Zeit werden. OBM Jung wittert als Präsident des Deutschen Städtetags damit die Chance, dass dieser völlig neuartige Vertrag der Generationen sich wie ein Lauffeuer in Deutschland durchsetzt und Deutschland so doch noch die Klimaziele 2020 einhalten kann, welche bis dato von offizieller Seite als abgeschrieben galten. Deutschland stößt damit wieder zur Spitzengruppe der klimaschützenden Staaten vor, lässt "Klimapäckchen" der Vergangenheit angehören und wird wieder beispielgebend für andere Länder. Der BUND Leipzig wäre stolz, Impulsgeber für diese durch die Corona-Krise angestoßene gesellschaftliche Innovation zu sein. Damit wäre die Existenz von älterer und jüngerer Generation auf unserem einzigartigen Planeten für die Zukunft gesichert.

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