Capi bleibt! – Neuer Schlachtruf gegen die Rodung des Wäldchens am Cottaweg

26. Juni 2026

(Foto: Thomas Puschmann)

Leipzig, 25.06.2026: Vorletzte Woche ging ein Raunen durch die Umweltinitiativen der Stadt Leipzig – die Stadtverwaltung legte überraschend eine Beschlussvorlage zur Lösung der seit Jahren ungelösten Konfliktlage zwischen dem Erhalt der Kleinmesse und einer Erweiterung des RB-Trainingszentrums vor. Während RB und die Kleinmesse kompromisslos gewinnen, soll der Wald weichen.

Grund genug für ein breites Bündnis der Umweltinitiativen und -Verbände. Mit über 2000 Teilnehmer:innen, die trotz 35 Grad Hitze zusammengekommen waren, setzen Umweltverbände und Zivilbevölkerung ein starkes Zeichen. Direkt vorm Tor des Festplatzes fand die Auftaktkundgebung statt. Nach einem sonnigen Marsch am Wäldchen vorbei zum Lindenauer Markt fand dort die Anschlusskundgebung statt.

Dort machte der Co-Vorsitzende der Regionalgruppe Leipzig, Martin Hilbrecht, nochmal ganz deutlich: „Der eigentliche Kompromiss fand bereits 2011 statt, als wir dem eh schon kritischen Standort zur Errichtung des jetzigen Trainingszentrums zugestimmt haben, unter der Bedingung, dass sich als Ausgleichsfläche das jetzt bedrohte Wäldchen frei entwickeln kann. Wir appellieren eindringlich an RB Leipzig, sich an die Kompromisslösung zu halten und die eigenen Nachhaltigkeitsziele auch hier konsequent umzusetzen.“

Bereits im Klimaschutzbeirat wurde das Vorhaben am Mittwoch mehrheitlich abgelehnt. Der BUND Leipzig nahm aus der Sitzung insbesondere mit, dass zwar ein Alternativstandort für die Kleinmesse in der Richard-Lehmann-Straße denkbar wäre, aber die Herstellung der Standortanforderungen nur mit erheblichen Kosten verbunden wäre und daher für die Stadt nicht infrage käme. Der BUND ist hiervon nicht überzeugt: „Angesichts des fortschreitenden Klimawandels können wir uns einen weiteren Waldverlust im Stadtgebiet nicht leisten“, erklärt Vorstandsmitglied René Quittenbaum. „Jeden Euro, den wir durch den Verkauf einnehmen, wird uns in Zukunft ein Vielfaches kosten.“

Martin Hilbrecht machte auf der Demo eine klare Ansage in Richtung Stadt Leipzig: „Im Zweifel klagen wir. Das haben wir bereits erfolgreich beim Hambacher Forst durchgesetzt und den Wald somit gerettet.“

Abschließend läutet er den Schlachtruf der Bewegung – analog zum Hambacher Forst – ein: Capi bleibt! Ein prägender Satz, der sofort von allen Teilnehmer:innen aufgegriffen wurde.


Pressekontakte

René Quittenbaum: rene.quittenbaum(at)bund-leipzig.de

allgemeine Fragen: presse(at)bund-leipzig.de 

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