Vom Parkplatz zum Begegnungsort: BUND Leipzig setzt mit der Eröffnung eines neuen Parklets ein Zeichen für eine andere Verkehrspolitik

11. Mai 2026

BUND Leipzig  (Foto: BUND Leipzig)

Leipzig, 11.05.2026 Einweihungsfeier am 13. Mai 2026 um 16:00 Uhr, Rabet 46, 04315 Leipzig – Leipziger Bürger:innen und Pressevertreter:innen sind herzlich eingeladen

Leipzig zählt zu den am schnellsten wachsenden Großstädten Deutschlands, doch wem gehört der öffentliche Raum, den Autos oder den Menschen? Der BUND Leipzig gibt am 13. Mai 2026 eine klare Antwort auf diese Frage: Mit der feierlichen Einweihung eines neuen Parklets am Rabet 46 im Stadtteil Anger-Crottendorf verwandelt der Arbeitskreis (AK) Stadtentwicklung und Verkehr des BUND Leipzig einen bislang zugeparkten Straßenabschnitt in einen lebendigen Ort der Begegnung und nachbarschaftlichen Gemeinschaft.  
AK-Mitglied Josephine Michalke betont: „Wir wollen mit dem Parklet beweisen, dass es gar nicht viel braucht, um einen Ort zu verändern: Etwas Holz, einige Pflanzen und die Bereitschaft, Raum neu zu denken.Was auf den ersten Blick wie eine kleine Veränderung wirkt, hat tatsächlich eine große Wirkung. Öffentlicher Raum gehört allen, nicht nur dem Autoverkehr."

Anwohner:innen, Nachbar:innen und Leipziger:innen aus allen Stadtteilen sind herzlich eingeladen den neuen Raum kennenzulernen und gemeinsam auf dieses kleine, aber bedeutsame Stück urbane Zukunft der Stadt Leipzig anzustoßen. Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt: Das Parklet steht direkt gegenüber vom Café Hakel, das Kaffee, Getränke und Speisen anbietet.

Was genau ist eigentlich ein Parklet?

Ein Parklet ist ein kleiner, kreativ gestalteter Bereich auf ehemaligen Parkflächen, eine Art Mini-Park auf der Straße. Statt Autos gibt es Pflanzen, Sitzmöglichkeiten und Raum für Nachbarschaft. Ziel ist es, den öffentlichen Raum lebenswerter zu machen und mehr Aufenthaltsqualität zu schaffen.

Ein Projekt aus der Nachbarschaft

Gebaut wurde das Parklet vom Leipziger Ausbildungszentrum inab, das Jugendliche in handwerkliche Berufe begleitet. Die Materialien stammen vom Materialbuffet Leipzig, einer Initiative zur Wiederverwendung von Baustoffen. Ein doppelter Beitrag zur Nachhaltigkeit: neuer Lebensraum aus alten Ressourcen.

Mehr Sicherheit für Kinder und Fußgänger:innen

Der Standort am Rabet 46 ist kein Zufall. Die Straße liegt in einer Tempo-30-Zone, die in der Praxis kaum eingehalten wird. Ein nahegelegener Fußgängerüberweg – direkt auf dem Weg zum Park Rabet und einem beliebten Kinderspielplatz – war bisher durch parkende Autos kaum einsehbar.

Meret Haus, AK-Mitglied und Organisatorin der Aktion sagt: "Mit dem Parklet wollen wir mehr Raum für Menschen statt für Autos schaffen, die Sichtbarkeit der Querung verbessern und so besonders Kindern sowie Fußgänger:innen und Radfahrer:innen mehr Sicherheit geben, während die ehemalige Parkfläche zum Verweilen einlädt."

Engagement für eine lebenswerte Stadt

Verantwortlich für Idee und Umsetzung ist der Arbeitskreis Stadtentwicklung und Verkehr des BUND Leipzig: eine Gruppe Ehrenamtlicher, die sich für mehr Fuß-, Rad- und Nahverkehr, die Umverteilung des öffentlichen Raums zugunsten von Menschen sowie den Erhalt städtischer Grünflächen einsetzt. Parklets sind dabei ein wirksames Mittel: Dort, wo sonst Autos standen, entstehen niedrigschwellig neue Orte für Aufenthalt und Begegnung. Die Idee gewinnt auch in Leipzig zunehmend an Rückhalt: neben Pop-up-Radwegen, PARKing Day und Jane's Walk ist das Parklet am Rabet das nächste konkrete Ergebnis dieses jahrelangen Engagements.

Pressevertreter:innen sind herzlich willkommen und können vor Ort Gesprächspartner:innen aus dem AK Stadtentwicklung und Verkehr für Interviews antreffen. Für vorherige Fragen bitte an roxana.becker(at)bund-leipzig.de oder presse(at)bund-leipzig.de wenden.

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