Sommercamp 2025

Der Natur auf der Spur

Wie in den Jahren zuvor auch, fand das Sommercamp auf dem wunderbaren Gelände des Umwelt- und Naturschutzzentrum Pfaffengut Plauen statt - ein wunderbarer Ort, um im Freien etwas zu erleben und zu lernen. Am 07.07.2025 sind 17 Kinder und 5 Betreunde, nach einer kurzen Sammelrunde am Hauptbahnhof Leipzig, mit der Regionalbahn nach Plauen gefahren. Dort angekommen erreichten wir nach kurzer Wanderung unseren Zeltplatz – zeitgleich mit dem Team, welches per TeilAuto angereist ist.

Wir durften direkt einiges über die Wildkatze erfahren und sie bei der Fütterung auch mal ganz kurz zu Gesicht bekommen. Beate vom Pfaffengut erklärte uns, dass die Wildkatzen im Pfaffengut aus Auswilderungsprojekten kommen und konnte uns viele Fragen über sie beantworten.
Anschließend schlugen wir direkt unser Zeltlager auf. Nachdem alle Zelte standen und eingerichtet waren, lernten wir uns bei verschiedenen Spielen näher kennen. Weil wir schon direkt im Thema „Wildkatze“ waren, haben wir verschiedene spannende Schleichspiele gespielt und unsere Sinne geschärft. Zum Abschluss tauschten wir abends am Lagerfeuer unsere Erwartungen und Wünsche für die kommenden Tage aus.

Der Dienstag war ein Ausflugstag in den Wald. Wir packten uns beim Frühstück genug Proviant ein, brachen früh auf und wanderten in den Wald hinein. Um uns auf den Wald gut vorzubereiten, setzten wir uns mit den heimischen Tierarten auseinander, um das Ökosystem besser zu verstehen. Dort angekommen schlugen wir unser Lager auf, bauten eine Brücke, eine Hütte und machten eine gemütlich Pause. Gestärkt und motiviert testeten wir unsere neu erarbeiteten Wildkatzen-Schleich-Fähigkeiten bei „Capture the flag“ und kamen dann alle heile, aber müde und erschöpft beim Zeltlager wieder an.

Am Mittwoch teilten wir uns auf und eine Hälfte der Gruppe konnte im Garten des Pfaffenguts neues über Gärtnerei, Gemüse, Schmetterlinge und Kräuter lernen und sogar selbst Gemüse ernten und später zubereiten. Die andere Hälfte hatte von „Capture the flag“ noch nicht genug. Zwei Teams entwarfen für sich eigene Flaggen aus verschiedensten Materialien und traten dann im hohen Gras mit neuen Strategien gegeneinander an. Da das Gelände besonders strukturreich war, musste vor allem geschicklich und strategisch gelaufen werden.

Auch am vorletzten Tag teilte die Gruppe sich in Interessensgruppen auf: Ein paar Kinder hatten sich im Verlauf der letzten Tage eine geheime Schnitzeljagd für alle ausgedacht und finalisierten ihre Überraschung. Eine andere Gruppe wollte nochmal in den Wald und baute dort Boote am Bach aus allen Naturmaterialien, die man so finden kann im Wald und spielte ein Sinnes-Farbenspiel.
Als alle wieder zusammen am Camp und nach einer kurzen Pause gestärkt waren, ging die Schnitzeljagd los. Es machte allen Spaß, die Aufgaben zu lösen und den „Schatz“ aufzuspüren. Der „Schatz“ war vorbereiteter Stockbrotteig, der eifrig vor dem Feuer wegschnabuliert wurde. Am Abend konnten die Kinder noch ihre Grillkünste zeigen und haben selbstständig Burger gemacht. Diesen letzten Abend haben wir dann mit Musik und Tanz am Feuer ausklingen lassen.

Am Freitag haben wir dann alles zusammengepackt und noch einmal reflektiert, wie wir das Camp fanden und worauf wir stolz sind in der Woche gemeistert oder erlebt zu haben, bevor wir dann in den Zug nach Leipzig gestiegen sind.

Zurückblickend war das Camp für alle eine super Erfahrung. Vor allem das selbstständige Zubereiten jeder Mahlzeit und der respektvolle Umgang miteinander haben gut funktioniert. Die vegetarische Ernährung, sowie das verzichten auf das Handy erweiterte vielen den Horizont und regte zum Nachdenken an. Vor allem sind die Betreuenden stolz gewesen, dass es kaum Heimweh gab bzw. aufkommendes Heimweh super gemeistert wurde und dass alle Kinder sich freiwillig an die „Offline“-Zeit gehalten haben. Zudem ist es eine sehr gute Erfahrung gewesen, dass es bei Konflikten den Kindern selbst gelang diese auf harmonische und respektvolle Art beiseite zu legen.
Auch die legendären Werwolf-Runden am Feuer werden uns allen noch lange in Erinnerung bleiben.

Wir danken „Stiftung Bildung“, der „Heidehof Stiftung“, der „Manfred Hermsen Stiftung“ und das zur Verfügung stellen eines E-Transporters von TeilAuto Leipzig, ohne deren finanzielle Unterstützung dieses Camp nicht möglich gewesen wäre.

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