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BUND Leipzig

PM: Kohle-Stopp Kundgebung des BUND Leipzig am 02.07. vor finaler LVV-Aufsichtsratssitzung

01. Juli 2019

Am Dienstag den 02.07. werden der BUND Leipzig und viele weitere Leipziger Klimaschutz-Gruppen eine Kundgebung vor der Gremiensitzung der Leipziger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft abhalten. Es soll ein klares Signal für den Ausstieg aus der kohlebasierten Fernwärmelieferung durch das südlich von Leipzig gelegene Kohlekraftwerk Lippendorf ab 2023 gesendet werden. Nach der erfolgreichen Demonstration vor der Aufsichtsratssitzung der Stadtwerke im Juni soll nun auch die LVV auf die Dringlichkeit des Kohleausstieges hingewiesen werden.

Pressemitteilung vom 01.07.2019, BUND Leipzig:

Kohle-Stopp Kundgebung des BUND Leipzig am 02.07. vor finaler LVV-Aufsichtsratssitzung

 

Am Dienstag den 02.07. werden der BUND Leipzig und viele weitere Leipziger Klimaschutz-Gruppen eine Kundgebung vor der Gremiensitzung der Leipziger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft abhalten

Es soll ein klares Signal für den Ausstieg aus der kohlebasierten Fernwärmelieferung durch das südlich von Leipzig gelegene Kohlekraftwerk Lippendorf ab 2023 gesendet werden. Nach der erfolgreichen Demonstration vor der Aufsichtsratssitzung der Stadtwerke im Juni soll nun auch die LVV auf die Dringlichkeit des Kohleausstieges hingewiesen werden.

"Mit dem Kohlekraftwerk Lippendorf hat Leipzig die siebtgrößte CO2-Schleuder Europas vor der Haustür. Die Luftbelastung durch Quecksilber und andere Rauchgase ist enorm und für die Tagebaue sollen noch weitere Dörfer abgebaggert werden", fasst BUND Leipzig-Vorsitzender Martin Hilbrecht zusammen, dass Leipzig aktuell aus der schmutzigsten aller Quellen seine Fernwärme bezieht. "Die Klimakrise verschärft sich rasant und es muss auf allen Ebenen schnell etwas passieren. Für die lokale Ebene hat Leipzig jetzt die Chance, ab 2023 auf weniger klimaschädliche Wärmeversorgung zu setzen und damit einen echten Beitrag zur Begrenzung der Klimakrise zu leisten."

Die nun bekannt gewordene Abschaltung des EnBW-Blockes im Kraftwerk Lippendorf (LVZ-Artikel vom 27.06.) gibt dem besonderes Gewicht.

"Durch die Abschaltung des EnBW-Blockes auf unbestimmte Zeit steht die betriebswirtschaftliche Zukunft der Kohleverstromung in Lippendorf in Frage. Damit ist auch die Versorgungssicherheit für die Stadt Leipzig fraglich und kann nicht als Argument zur weiteren Fernwärmeversorgung aus Lippendorf dienen.  Leipzig sollte nun nicht zur künstlichen Verlängerung der Kohlenutzung aufgrund sog. "Systemrelevanz" des Kraftwerkes Lippendorf durch die Fernwärmelieferung beitragen.", so Hilbrecht. 

Der Ausstieg aus der Kohle für Leipzigs Fernwärme bietet vor allem auch Chancen, betont Hilbrecht: "Der Umstieg muss jetzt angegangen und die strukturellen Gegebenheiten für eine eigenständige dezentrale Fernwärmeversorgung der Stadt Leipzig geschaffen werden - sowohl zum Wohle der Arbeitnehmenden als auch der gesamten Leipziger Bevölkerung. 

Die gesammelten Absichtserklärungen aus der Bevölkerung, im Falle eines Ausstieges ihren Stromvertrag zugunsten der Stadtwerke zu wechseln, zeigen den Wunsch zum Umstieg und bieten ein weiteres Argument für die LVV. Durch Strom-Neukunden bietet sich nicht nur für die Stadtwerke ein weiterer Vorteil, sondern auch für die Finanzierung des ÖPNVs in Leipzig, welcher für die dringend notwendige Verkehrswende wichtig ist."

 

Die Kundgebung am 02.07.2019 findet von

14:00 bis 15:30 Uhr statt. 

Ort: Fußweg vor der Reichsstraße 4 in der Innenstadt

 

Während der Kundgebung besteht die Möglichkeit für Interviews und Bildaufnahmen.

Neben dem Vorsitzenden des BUND Leipzig werden auch Vertreter*innen von weiteren Klimaschutz-Gruppen vor Ort sein

 

Pressekontakt:

Martin Hilbrecht

Vorsitzender -BUND Regionalgruppe Leipzig

Bernhard-Göring-Straße 152

04277 Leipzig

 

Fon:+49 (0) 341 -3065395

Fax:+49 (0) 341 -3065395

presse(at)bund-leipzig.de

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